Michael 
Wiedorn

Ich wurde 1958 in München geboren. Ich wuchs in einem Haus an der Isar auf. In einer Parklandschaft. In meine Träume versunken, versagte ich glänzend in der Schule.

1973 bis 1977 lebte ich in einem Internat bei Sankt Gallen. 

1984 wollte ich raus in die weite Welt, schaffte es aber nur nach Westberlin.

Seit meiner Kindheit war ich ein fanatischer Leser. Ich interessierte mich seit meiner Kindheit für Kunst, Geschichte und Geschichten. Als Kind malte und zeichnete ich viel. Einmal in der Woche besuchte ich einen Malkurs. Durch den Leistungsdruck in der Schule gab ich jede kreative Tätigkeit auf. Ich las nur. 

In den Neunziger Jahren begann ich meine Träume aufzuschreiben. Um 2000 begann ich mit Farbbleistiften zu zeichnen. Heute male ich mit Acryl und habe zwei Bücher mit meinen eigenen Texten veröffentlicht.

Buch: Die Sonne 
entzündet die Erde

In meinen Texten mische ich Träume und sachliche Beschreibungen, berichte von Stadtspaziergängen, seltsamen Erscheinungen, furchtbaren Erlebnissen und Erinnerungen. 

Mein Schreiben entspringt aus dem emotionalen Erleben meiner Persönlichkeit. Mich interessiert nicht der neutrale Blick auf die objektiven Tatsachen. Meine Texte sind häufig im weitesten Sinn autobiographisch.

Erinnerungen, Träume und Texte mit Traumsymbolik. Präzise Beobachtungen des modernen Großstadtlebens vermischen sich mit Wahnbildern. Ich bin sehr stark vom literarischen  Surrealismus geprägt. Angst und Trauer faszinieren mich.  

Die Bilder

Ich male viele Gesichter. Es sind aber keine Portraits von realen Personen. Das Gesicht drückt Emotionen aus - und wenn es nur Gleichgültigkeit oder Langeweile ist. Im Antlitz drückt sich auch die Identität des Menschen aus. Die Identität kann sich auflösen, verschwimmen oder in einzelne  Bruchstücke zerbrechen. Das Abbild eines Gesichtes verschwimmt oder zeigt nur noch die zersplitternden Fragmente einer Visage und verwandelt sich in ein abstrakt expressionistisches Bild. Auf diesem Gemälde kann man ganz flüchtig bestimmte Linien oder Flecken als einen bestimmten Gegenstand identifizieren. Eine Stunde später blickt man auf die gleiche Stelle und wundert sich über die eigene Einbildungskraft. Dieser identifizierte Gegenstand ist beim besten Willen nicht mehr zu finden. Habe ich Halluzinationen? Spinne ich?

Ich suche nach meiner Identität, halte sie fest und mich packt die Angst zu erstarren und ich versuche mich zu verwandeln und jetzt ergreift mich die Furcht mich selbst zu verlieren. Mich packt die Angst vor dem Tod.

Buch: Fremd im Haus

Lesenswerte Kurzgeschichten in einer Szenerie aus Betrachtungen von Psyche und Gesellschaft, Autorität und Unterwerfung.

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